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Chemie

Kurzgeschichte des Chemieparks

1893 

Der Aufsichtsrat der ,,Chemischen Fabrik Elektron Aktiengesellschaft" Griesheim beschließt, in Bitterfeld eine Anlage für die industrielle Großproduktion von Ätznatron, Ätzkali und Chlor mittels der Chloralkalielektrolyse zu errichten.

1894 

Baubeginn der Bitterfelder Anlage in der Nähe der ,,Deutschen Grube", zwischen den heutigen Fernverkehrsstraßen 184 und 186 (Werk Süd). Die "Elektrochemische Werke Berlin GmbH" (Gründer AEG) errichten in der Nähe der Gemeinde Greppin einen Betrieb zur Gewinnung von Chlor, Ätznatron und Ätzkali (Werk Nord). In den Jahren 1894-1898 ist Dr. Walther Rathenau der Leiter des Werkes.

1895 

Die "Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation Berlin" (Agfa) kauft Land von der Gemeinde Greppin und errichtet zwischen Wolfen und Greppin eine Fabrik zur Farbstoff- und Zwischenproduktenproduktion (Farbenfabrik Wolfen).

1898      

Die "Chemische Fabrik Elektron Aktiengesellschaft" Griesheim und die "Chemikalienfabrik Mainthal" vereinigen sich zur "Chemischen Fabrik Griesheim-Elektron" Die "Chemische Fabrik Griesheim-Elektron" pachtet die Elektrolysen im Werk Nord und baut sie nach dem Vorbild des Werkes Griesheim bei Frankfurt Main aus.

1904

Auf dem Gelände vor Werk Nord entstehen eine Luftschiffwerft und ein Flugplatz. Der Bau von ParsevalLuftschiffen wird nach Bitterteld verlegt, da hier der notwendige Wasserstoff in den Elektrolysen anfällt.

1909

Die erste Magnesiumlegierung "Elektron" kommt auf den Markt. Weltbekannt werden in den folgenden Jahren die Legierungen "Elektron" und "Hydronalium".

1916

Die Chemische Fabrik "Griesheim-Elektron" tritt der Interessengemeinschaft der deutschen Teertabriken bei. Das Aluminiumwerk 1 geht mit 160 Bädern in Betrieb.

1921

Offizielle Übernahme des Werkes Nord durch die "Chemische Fabrik Griesheim-Elektron".

1925

Gründung der "l.G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft", der zunächst die "Chemische Fabrik Griesheim-Elektron" und später auch die "Farbenfabrik Wolfen" angehören.

1935

Erste Versuche zur Gewinnung von PVC unter Leitung von Dr. C. Wick.

1938

Errichtung einer großtechnischen Anlage zur Erzeugung von PVC. Ein völlig neuer Produktionszweig der Herstellung von Kunststoffen nimmt in Bitterfeld seinen Anfang.

1937 / 38

Die "Farbenfabrik Wolfen" bringt die von Dr. R. Griesbach entwickelten ersten Kunstharzionenaustauscher unter dem Namen "Wofatit" auf den Markt. Errichtung einer Großanlage in Wolfen zur Herstellung von Schwefelsäure aus Gips nach dem Müller-Kühne-Verfahren.

1945

In der "Farbenfabrik Wolfen" beginnt die Produktion von Zement, Düngemitteln, Waschrohstoffen, Pflanzen- und Schädlingsbekämpfungsmitteln. Zu den ersten Produkten der Bitterfelder Werke gehören Elektron, Hydronalium, Igelit und Vinidur.

1946

Überführung der Bittertelder Werke Nord und Süd sowie der Farbenfabrik Wolfen in den Bestand der Sowjetischen Aktiengesellschaft "Mineral-Düngemittel".

1952

Übergabe der Betriebe an die DDR unter den Namen "VEB Elektrochemisches Kombinat Bitterfetd" und "VEB Farbenfabrik Wolfen".

1969

Der "VEB Chemiekombinat Bitterfeld" wird gebildet. Den Stammbetrieb bilden der "VEB Elektrochemisches Kombinat Bitterfeld" und die "Farbenfabrik Wolfen".


1990

Entflechtung des Chemiekombinates und Umwandlung des Stammhetriebes in eine Kapitalgesellschaft unter dem Namen "Chemie AG Bitterfeld-Wolfen".

1997 / 98

wird die Chemie AG in eine Chemieparkgesellschaft überführt. (Stand: 4 / 99)

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Freitag, 03.09.2010, 03:11